Jeden zweiten Dienstag im Monat um 18 Uhr in der Maria-Magdalenen-Kirche in Malente

Weltweit nehmen gewaltsame Konflikte zu. Menschenrechte werden ignoriert. Unzählige Flüchtlinge haben das am eigenen Leibe erfahren. Haftbefehle des internationalen  Strafgerichtshofs gegen Kriegsverbrecher werden nicht vollstreckt. Die Rüstungsausgaben steigen immer weiter. Hybride Kriegführung mit Cyber-Attacken bedrohen uns bereits.
Es gibt viele Gründe, sich Sorgen zu machen und zu klagen. Dem möchten wir Raum geben mit einem monatlichen Friedensgebet. Wo finden wir Orientierung, Schutz und Halt? Was lässt trotz allem hoffen und aufstehen? Viele Psalmen der Bibel beschreiben in aller Deutlichkeit Erfahrungen von Opfern von Gewalt und Ungerechtigkeit, Angst und Ohnmacht, Willkür und Menschenverachtung der Mächtigen. In den Psalmen klagen Menschen Gott ihr Leid. Sie ringen sich durch zum Gottvertrauen als einem trotzigen „Dennoch“ der Hoffnung. Ein Beispiel aus Psalm 69 (Verse 5, 18b, 19a, 21b, 33b):

„Die mich ohne Grund hassen
sind mehr, als ich Haare auf dem Haupte habe.
Die mir zu Unrecht Feind sind
und mich verderben wollen, sind mächtig.
Mir ist angst.
Erhöre mich eilends.
Nahe dich zu meiner Seele und erlöse sie.
Ich warte, ob jemand Mitleid habe,
aber da ist niemand.
Die aber Gott suchen,
denen wir das Herz aufleben.“

In diesem Jahr erinnern wir uns besonders an Franz von Assisi, einem Mann der Versöhnung, der Gerechtigkeit und des Friedens. Er bittet Gott: „Herr, mach mich zum Werkzeug deines Friedens.“ Er weiß um die Kraft, die von Gott kommt. Vor 800 Jahren ist er gestorben. Seine Anliegen und Inspirationen sind bis heute aktuell.
Sie sind herzlich eingeladen, damit wir einander beistehen angesichts so vieler Konflikte, gemeinsam um Hoffnung und Frieden beten und neuen Mut finden – auch zum Handeln.

Regine Waack und Pastor i.R. Michael Hanfstängl

Ласкаво просимо на молитву за мир!